Rotteck unter Volldampf - Projekttage 2010

Dreizehn Kurzreportagen

Spielen auf Japanisch

Wir nehmen uns bei den Projekttagen das japanische Brettspiel „GO“ mal genauer unter die Lupe. Herr Fehse, ein Lehrer vom Rotteck-Gymnasium, hat es sich mit seinem Angebot zum Ziel gesetzt, die Schüler in dieses Spiel einzuführen. Der zwölfjährige Nikolai aus der Klasse 6c gibt uns einen kleinen Einblick: „Macht schon Spaß, ist halt mal was Neues.“ Sogar ein Turnier wird stattfinden! Nikolai erzählt uns, dass die Spielregeln eigentlich ganz leicht zu lernen seien, aber die Taktik schon etwas schwerer zu verstehen ist. Der Spaß ist groß bei diesem Spiel – und die Lust, was Neues zu entdecken und zu lernen auch. Was „GO“ auf deutsch heißt, wissen sie selbst nicht so genau. Auf dem Aushang zu diesem Projekt steht auch, was man für's „GO“-Spielen ganz besonders braucht: Kaltblütigkeit!

Julius Reichert und Magdalena Beer

„Wir machen Fußabdrücke!“

Als wir vorbeikommen, um mit den Teilnehmern des Projekts "CO2-Fußabdruck"ein kleines Interview zu führen, können wir keine Lehrerin entdecken, und die Schüler sitzen entspannt vor ihrem Klassenzimmer. Das Projekt wird von der Mutter eines Schülers angeleitet. Die Teilnehmer beantworten unsere Fragen etwas gelangweilt. Es sei zwar lustig in der Gruppe, aber sie würden nicht so viel machen. Als erstes hätten sie ihren Tagesablauf geplant und dann besprochen, was sie den ganzen Tag so machen und bei welcher Gelegenheit sie dabei CO2 verbrauchen. Einige hatten sich anfangs vorgestellt, dass sie in der Gruppe ihren Fuß mit Gips abformen oder ihre Fußabdrücke malen würden. Leider konnten sie sich die Gruppe nicht selbst aussuchen, sondern wurden zugeteilt. „Insgesamt“, so Anusch und Julia aus der Klasse 7a, „finden wir das Projekt aber gut!“

Julius Reichert und Magdalena Beer

„Mmmhh, riecht das lecker!“

Die Gruppe des Projekts „Wir bereiten ein Buffet“ hat sich bei Frau Schmitt zu Hause versammelt, um dort gemeinsam loszulegen. Gearbeitet wird in einer recht großen Küche, die allerdings nach zwei Tagen Kochen und Backen nicht mehr sehr ordentlich aussieht... Dabei haben sie schon eine Menge zubereitet – und wir dürfen sogar kosten! Dieses Buffet wurde von den Lehrer/Innen des Rotteck-Gymnasiums für Dienstag zum Essen bestellt. Natürlich wird es für sie nicht kostenlos sein! Frau Schmitt und Frau Frenzel werden die Lehrer nach Projektende mit dem Buffet beliefern. Eine ganze Menge Delikatessen haben sie schon zubereitet: zum Beispiel Dips, Würstchen im Schlafrock, Datteln mit Speck, Käse-Schinkenhörnchen und vieles mehr... Auf unsere Frage, ob es ihnen Spaß macht, lachen die beiden zwölfjährigen Louisa und Noelle: „Ja, wir haben eine Menge Spaß, denn ohne Freude am Kochen hätten wir uns natürlich nicht angemeldet!“

Magdalena Beer und Julius Reichert

„Bitte alle Lächeln!!“

Wir besuchen das Projekt „Digitale Fotografie“, das von Herrn Käflein, einem professionellen Fotografen, angeboten wird. Die Schüler überlegen zu Beginn gemeinsam, wie sie gute, ernste, aber auch flippige Bilder von sich hinbekommen können. Nach dem Fotoshooting werden die besten Bilder ausgedruckt – natürlich nicht, bevor sie zuerst noch durch ein Bildbearbeitungsprogramm gejagt wurden! Die jungen Fotografen haben alle sehr viel Spaß. Eine Ausstellung der erstellten Bilder wird es auch geben – wo sie stattfindet, wissen wir aber leider nicht. Für weitere Infos könnt Ihr selbst mal nachschauen unter: www.KAEFLEIN-PHOTODESIGN.de.

Magdalena Beer und Julius Reichert

„Richtig schwer!“

Wir machen uns auf den Weg zum Physiksaal, in dem das Projekt „Simulationen am Computer“ stattfinden soll. Vor Ort ist kein Lehrer anwesend und es ist relativ laut. Aus unserem Interviewpartner Lorenz, einem Schüler der Klasse 5b, bekommen wir nicht all zu viel heraus, nur dies: „Es ist schon ganz schön schwer, Simulationen hinzubekommen.“ Während er uns Auskunft gibt, versucht er gerade gemeinsam mit einem Freund die Farbe fliegender Ameisen in einer Simulation zu verändern, die sich bereits auf dem Computer befindet. Das ist allerdings noch zu schwierig für die beiden Fünftklässler. Sie hatten aber auch erst einen Tag Zeit zum Üben, nachdem Herr Michalek, der Projektleiter, es ihnen und ihren Kameraden gezeigt hatte. Lorenz hat das Projekt genommen, weil ihn Computer schon immer interessiert haben.

Magdalena Beer und Julius Reichert

Sommer, Sonne, Beach-Volleyball

Das Projekt „Beach-Volleyball“ findet auf dem Gelände vom PTSV Jahn statt – dafür gibt es eigens sechs Beach-Volleyball-Felder. Etwa vierzig bis sechzig Jungen und Mädchen machen dabei mit. Genauer nachgefragt haben wir bei Leon Kreth aus der Klasse 6c! Leon hat dieses Projekt ausgewählt, weil er dann noch mit anderen Leuten im Team spielen kann. Gerade das Beach-Volleyball spielen macht ihm sehr viel Spaß. Schon eine ganze Menge Neues hat Leon von seinem Lehrer beigebracht bekommen. Fast alle können in dieser Volleyball-Gruppe sehr gut zusammen spielen. Also, kurz und knapp: Zusammen in einem guten Team zu spielen, macht einfach riesig Spaß!

Niklas Steiert und Marius Galster

"Wir tanzen hier!"

Wir machen uns auf den Weg zum „Dance-Club-Freiburg“ in Haslach, um das Projekt "HipHop-Kurs" genauer vorzustellen. Dort angelangt, betreten wir zunächst einen Vorraum, der uns in eine große Halle weiterführt. Hier treffen wir auf die Hip-Hopper, die sich erst einmal kurz besprechen und anschließend aufwärmen. Dazu bilden sie Zweiergruppen und führen mit einem Handtuch verschiedene Dehnübungen aus. Wir warten noch ein bißchen und schauen ihnen beim Aufwärmen zu. Zwei Teilnehmer sind bereit, uns ein Interview zu geben. Dazu gehen wir in einen kleineren Raum und stellen ihnen ein paar Fragen über das Projekt: Worum geht es in Eurem Projekt? „Wir tanzen hier!“ Warum habt Ihr Euch für dieses Projekt entschieden? „Wir wollten uns das mal anschauen, weil wir nicht gleich in einen Kurs gehen wollen, der etwas kostet, wenn wir nicht mal wissen, ob uns das gefällt.“ Habt Ihr schon einmal davor getanzt? „Nein, das ist das erste Mal.“ Ist Eure Lehrerin gut? „Ja, denn sie erklärt gut und ist nett!“ Nachdem wir so ein bißchen mehr über das Projekt erfahren haben, gehen wir zurück in die große Halle und sehen uns den Tanz an, den die Gruppe einstudiert hat (auf dem Video unten zu sehen). Nach dieser coolen Vorstellung verabschieden wir uns und kehren ins Rotteck zurück!

Robin Lögler

Hart, aber fair: RUGBY

Die Rugby-Gruppe besteht aus vierzig bis sechzig Leuten, die diesen Sport auf dem Gelände vom PTSV Jahn näher kennlernen möchten. Wir befragen Benett Kortlücke aus der Klasse 7a, was es mit dem Projekt "Rugby" so auf sich hat. Gewählt hat er diese Veranstaltung, weil er unbedingt mal Rugby spielen wollte und ihm Mannschaftssportarten viel Spaß machen. Herr Straka bringt ihnen alles bei, was man über dieses Spiel wissen muss. So wurde diese Sportart im Jahr 1823 in der englischen Schulstadt Rugby von Willian Webb Ellis erfunden. Rugby hat viele Regeln, auch wenn es im Fernsehen brutal aussieht. Einer der Schüler hat sich während des Projekts auch schon verletzt – am Daumen. Zum Glück übertreibt aber niemand beim Spielen!

Niklas Steiert und Marius Galster

„Sie lachen immer, wenn ich mit ihnen spiele!“

Am Donnerstag besuchen wir den Kindergarten „St.Christopherus“. Als wir ankommen, müssen wir erstmal ein bißchen warten, denn gerade wird ein Geburtstag gefeiert. Anschließend treffen wir Nora aus der 8. Klasse. Sie erzählt uns, dass es hier immer ziemlich laut sei, weil die Kinder ständig schreien und Krach machen. Auf unsere Frage, ob sie sich vorstellen könnte, hier zu arbeiten, lächelt sie und sagt: “Nein, denn mir wäre es hier viel zu langweilig und zu laut, und man muss immer nur das gleiche machen.“ Außerdem stellen wir ihr noch ein paar weitere Fragen: Warum hast Du Dir das Projekt "Kindergarten" ausgesucht? „Ich hatte dieses Projekt zwar nur als zweite Wahl, aber ich wollte es, weil ich selbst keine kleineren Geschwister habe.“ Gefällt es Dir und macht es Dir Spaß? „Also, mir gefällt es schon, aber es ist alles sehr anstrengend, alle Kinder schreien und sind laut, es macht aber trotzdem Spaß.“ Mit wem machst Du das Projekt noch? „Hier sind nicht so viele, mit mir sind drei Leute in diesem Projekt.“ Mögen die Kinder Dich, wenn Du mit ihnen spielst? „Ja, ich glaube schon, denn sie lachen immer, wenn ich mit ihnen spiele – und sie sehen auch immer glücklich aus!“ Wir bedanken uns bei Nora für das Gespräch und setzen wieder Segel in Richtung Rotteck.

Robin Lögler und Raphael Oertelt

'Nächstes Jahr unbedingt nochmal!'

Die Projektgruppe "Skateboard" besteht aus zehn bis dreizehn Jungen, die auch in ihrer Freizeit oft im Rieselfelder Skatepark skaten gehen. Genauer befragt haben wir Lionel Bokeli aus der Klasse 6c. Er hat dieses Projekt gewählt, weil er schon ein bisschen Skateboard fahren konnte und ihm dieser Sport jede Menge Spaß macht! Trotzdem sieht Lionel sich noch als Anfänger. Im Projekt hat er schon gelernt, wie ein Backside-Nollie auf der Bank geht. Glücklicherweise hat sich noch niemand in der Skateboardgruppe verletzt. Die Lehrer, die das Projekt betreuen, sind sehr nett und können auch selbst klasse fahren. „Das beste aber ist“, so Lionel, „dass wir, wenn wir im Skatepark sind, überall herumfahren dürfen, wo wir wollen und uns eigentlich immer selber die Tricks beibringen!“ Nächstes Jahr, das weiß er schon jetzt, will er auf jeden Fall noch mal dieses Projekt mitmachen!

Niklas Steiert und Marius Galster

Ein verrückter Tanz

Als wir das Projekt mit dem Namen „Melbourne Shuffle“ besuchen, haben wir zuerst noch keine Vorstellung davon, um was genau es hier eigentlich geht. Während wir uns dem Raum nähern, hören wir laute Musik und heftiges Herumgetrampele. Da wissen wir, dass es etwas mit Tanzen zu tun haben muss. Als wir hineingehen, sehen wir die Teilnehmer aus der 6c wie Michael Jackson bei seinem Moondance über den Boden gleiten. Dario, der Leiter führt uns eine kleine Tanzeinlage vor, wie das Video oben zeigt. Bevor wir uns dann wieder verabschieden, fragen wir noch einige Teilnehmer, ob es ihnen peinlich sei, uns auch etwas vorzutanzen: „Ja“, sagen sie, „weil wir es nicht so gut können!“ Um sie also noch ein bißchen üben zu lassen, sagen wir Tschüss und ziehen wir uns wieder zurück.

Daniel Ahlers

Selber eine Flöte bauen

Am Projekt „Bambusflötenbau“ nehmen etwa fünfzehn bis zwanzig Schüler teil. Wir betreten den Raum und schauen uns neugierig um. Auf einem Tisch sehen wir lange Bambusrohre liegen, auf einem anderen die Handsägen und Feilen, daneben finden sich viele Bleistifte zum Einzeichnen der Löcher. Frau Scholl, die Leiterin des Projekts, hat außerdem Bau-Anleitungen vor sich ausgebreitet. Damit die Schüler wissen, wie so eine fertige Bambusflöte am Ende aussehen soll, hat sie auch noch zwei Flötenmodelle mitgebracht. Wir stellen Marco Steiert aus der Klasse 7a ein paar Fragen. Marco hat sich dieses Projekt ausgesucht, weil er von Bambus begeistert ist. Außerdem macht ihm das Projekt Spaß, weil er gerne baut und bastelt. Aber wie baut man eigentlich eine Flöte aus Bambus? Zuerst feilt man ein 20 cm langes Bambusstückchen an beiden Seiten glatt, bohrt dann am oberen Ende Löcher hinein und höhlt anschließend die entstehende Bambusflöte aus (auf den Bildern rechts und unten sind diese Arbeitsschritte erkennbar). Ein spannendes Projekt! Wir verabschieden uns und kurven durch die Gänge zurück zu unserem Quartier.

Niklas Steiert und Marius Galster

Wie „House“ in die Disko kommt...

Heute besuche ich den „DeeJay-Workshop“. Als ich vor dem Raum ankomme, kann ich die Musik, die Bässe und andere Sounds schon dröhnend heraushören. Beim Reinkommen sehe ich vor mir ein Mischpult (Turntable) und zwei sogenannte „CDJs“ (siehe Bilder rechts). Ich frage genauer nach: Ein CDJ ist eine Mischung aus einem CD-Player und einem Turntable, auf dem man Effekte dazu mixen und auch scratchen kann. Simeon aus der Klasse 9a erzählt mir, dass er dieses Projekt ausgewählt hat, weil es ihm die einzigartige Chance bietet, das teure Equipment kennenzulernen und auszuprobieren, das er selbst nicht besitzt. Denn diese Geräte sind für 700 Euro ein teurer Spaß!

Daniel Ahlers